Die aktuelle Situation

Der Rhein ist derzeit so sauber wie noch nie. Dies führt dazu, dass die Fischbestände sowie die Artenvielfalt sich reduziert haben. Das Institut für Seenforschung und die Fischereiforschungsstelle Baden Württemberg bestätigte, dass der Phosphatgehalt im Rheinwasser eklatant zurückgegangen ist. Phosphat bildet die Voraussetzung für den
Planktonwuchs, der für das Wachstum der Wasserpflanzen verantwortlich ist, die wiederum die Nahrungsgrundlage der meisten Wasservögel sind, auch die der Schwäne. Weiterhin fehlen wichtige Schwebstoffe im Rheinwasser die auch für das Wasserpflanzenwachstum von großer Bedeutung sind. Verantwortlich sind die Kläranlagen, die mittlerweile überall am Rheinufer etabliert sind.


Außerdem führen künstlich herbeigeführte Wasserstanderhöhungen dazu, dass tiefliegende Wasserpflanzen nicht mehr aufgegründelt werden können. Dazu kommt die nahezu komplett betonierte Begradigung entlang des Rheinufers, die den Wasserpflanzenwuchs verhindert.
Pestizide und Pharmazeutika im Wasser sowie der Verlust von Lebensraum sind weitere gravierende Faktoren für den Artenrückgang der Wasservögel.

Wir befinden uns definitiv im Zeitalter des weltweiten Artensterbens. Vögel sind davon am meisten betroffen, sie sind Indikatoren für die Lage der Umwelt. In der BRD ist jedezweite Vogelart bedroht.


Wir vom Schwanenschutz Komitee finden schon im Spätsommer total abgemagerte
Schwäne und andere Wasservögel, die unbedingt aufgebaut werden müssen, da sie ansonstennicht über den Winter kommen. Man kann bei dieser durch den Menschen veränderten Umweltsituation nicht mehr von einer natürlichen Auslese sprechen.


Wir gehen mit der Erde um, als hätten wir noch eine Zweite zur Verfügung - und als wäre Artenvielfalt wieder herzustellen. Doch ausgerottet heißt  "unwiederbringlich".


 Auf dem Foto unten, ein halb verhungerter Schwan im Spätsommer.

Ein halb verhungerter Schwan.

Umweltfeindliche Gestaltung der Wasserstrassen, in Form von Hindernissen, die in die
Fluglinien der Wasservögel gebaut wurden, sorgen für teilweise tödliche Verletzungen.

Schwan mit offenem Flügelbruch, er flog gegen die filigrane Konstruktion einer Brücke, die über den Rhein gebaut wurde.
Schwan mit offenem Flügelbruch, er flog gegen die filigrane Konstruktion einer Brücke, die über den Rhein gebaut wurde.

Mahatma Gandhi sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt."


Gerade in der heutigen Zeit, werden fast alle Tiere als Schädlinge diffamiert, so auch
der Schwan. Wissenschaftliche Untersuchungen oder Abhandlungen wie z.B. von Prof. Dr. rer. nat. habil. Erich Rutschke, bestätigen wie folgt:


"Schädigungen von Ökosysteme durch Höckerschwäne sind nicht zu erwarten, selbst größere Schwanenpopulationen verdrängen keine anderen
Wasservogelarten."


Zweck dieser Diffamierung ist die Freigabe zur Jagd.
Nachweislich sind 50 % der Wasservögel Träger von Schrotkugeln. In der Wasservogeljagdzeit finden wir immer wieder angeschossene Schwäne und andere Wasservögel.

Schwan mit Streifschuss im Gesicht.
Schwan mit Streifschuss im Gesicht.

"Die Schwäne sowie alle anderen Tiere, werden in ihrem Lebensraum immer mehr durch menschliche Eingriffe von ihren natürlichen Nahrungsfeldern vertrieben und ausgesperrt."

Schwäne die aus Hungersnot auf einem Feld weideten, wurden von Jägern erschossen.
Schwäne die aus Hungersnot auf einem Feld weideten, wurden von Jägern erschossen.

Es gibt nicht zu viele Schwäne oder andere Tiere, sondern zu viele Menschen, die in ihren durch die europ. Vogelschutzrichtlinie geschützten Lebensraum eindringen und
somit die Tiere verdrängen.
Unter anderem wird den Tieren der Zugang auf z.B. Wiesenflächen mittels Zäune oder
anderer Hindernisse verwehrt.


Auch die ständige Zunahme von Nutzergruppen, die sich an Gewässern okkupieren,
nimmt den Wasservögeln Lebensraum und Nahrung.

 

In unserer Zeitepoche hat das Artensterben ein überdimensionales Ausmaß angenommen. Täglich verschwinden unwiederbringlich 150 Arten an Pflanzen und Tieren, durch Eingriffe der menschlichen Spezies.
Und gerade in dieser Zeitepoche ziehen Fütterungsverbote für Wasservögel wie ein Lauffeuer über diesen Planeten.

Fälschlicherweise wird der Bevölkerung mittels Fütterungsverbotstafeln oder Zeitungsberichten suggeriert, dass die Fütterung von Wasservögeln den Tieren sowie dem Gewässer schade. Bei einem fliessendem Gewässer ist die Argumentation der
Gewässerschädigung geradezu absurd.

 

So übersteigt z.B. die Menge der von Hobbyanglern als Lock- und Ködermasse in die
Gewässer eingebrachten Futtermittel, bei weitem die Menge der Futtermittel die für Schwäne und andere Wasservögel ins Gewässer eingebracht werden. Wer gute Nahrung füttert, schadet weder den Tieren, noch dem Gewässer.


Lebensgefährliche Verletzungen der Wasservögel über Angelutensilien, machen die Tiere teilweise zu Krüppeln, und kommen am häufigsten vor.

Zugeschnürter Schnabel über Angelutensilien, ohne Hilfe wäre er verhungert und verdurstet.
Zugeschnürter Schnabel über Angelutensilien, ohne Hilfe wäre er verhungert und verdurstet.
Wasserralle mit Angelutensilien im Schnabel.
Wasserralle mit Angelutensilien im Schnabel.

Auch die Fütterung von Brot wird schlecht hingestellt. Brot -und damit Getreide in abgeleiteter Form - ist die Essenz, der pflanzlichen Ernährung von Wasservögeln. Das bestätigte Prof. Dr. Hans-Heiner Bergmann von der Universität Osnabrück.


Wasservögel verfügen über Salzdrüsen, sie scheiden das im Brot enthaltende Salz über die Nasenlöcher aus.


Die Singvogelfütterung wird in der heutigen Zeit sogar ganzjährig empfohlen, da die
Singvögel massiv vom Aussterben bedroht sind.

Glaubt denn wirklich jemand, dass es den Wasservögeln besser geht? Auch die meisten Wasservögel stehen mittlerweile auf der roten Liste.


Fütterungsverbote für Wasservögel, werden in sehr vielen Fällen von Angelsportvereinen, sprich "Hobbyanglern" initiiert, da sich die Hobbyangler von Gruppen der Wasservögel bei ihrem fragwürdigen Hobby, gestört fühlen.
Auf einschlägigen Anglerboarts im Internet, sind derartige Absprachen nachzulesen.


Wenn der Mensch nicht so gravierend und für die Tiere hauptsächlich negativ, in die
Natur eingreifen würde, müssten auch keine freilebenden Tiere gefüttert werden. Da der Mensch aber, diesen Planeten egoistisch nur nach seinen Bedürfnissen gestaltet
und ausbeutet, trägt der Mensch auch die Verantwortung für sein Tun.
Somit ist er aus ethischen und moralischen Gründen dazu verpflichtet, der Natur und den Tieren etwas zurückzugeben.

 

Wir können den Tieren keine Lebensräume zurückgeben, da diese von der Überbevölkerung der Menschheit benötigt werden, somit ist das Mindeste was wir geben können "Nahrung für hungernde Tiere".


Aus unserer Sicht ist es von großer Wichtigkeit, einen gesunden und stabilen Schwanenbestand zu erhalten, statt die Tiere verhungern zu lassen oder mit geschwächtem Immunsystem für diverse Erkrankungen im Bereich der Wasservögel, Tür und Tor zu öffnen.


Schwanenschutz Komitee e.V.
www.schwanenschutz-komitee.de

Sie können mit steuerlich absetzbaren Spenden unsere Arbeit zum Wohle der Tiere unterstützen:

Schwanenschutzkomitee Hochrhein e.V.
Sparkasse Hochrhein - Bankleitzahl : 68452290
                                           Kontonummer: 77057198

IBAN:  DE47 6845 2290 0077 0571 98
SWIST-BIC:  SKHRDE6W

···Unser LOGO···
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Schwanenküken mit Angelschnur verschnürt.
Schwanenküken mit Angelschnur verschnürt.
Schwäne in Natur und Mythos
"Boten des Lichts"
fc900431-fcbb-4209-a508-a1545de09c2e_3.m
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Angeschossener Schwanenvater
Angeschossener Schwanenvater
Haubentaucher
Haubentaucher mit Angelschnüren um Schnabel und Körper, gewickelt.
Schwan mit 5 cm langen Angelhaken im Hals u. unterem Teil des Schnabels
Schwan mit 5 cm langen Angelhaken im Hals u. unterem Teil des Schnabels
Tafelente
Für diese Tafelente kam jede Hilfe zu spät, verschnürt mit Angelschnüren, ist sie ertrunken.

Radiointerview mit Carmen Weitzel.